Das Projekt
-
Neue Wege ins Museum
Das Museum als außerschulischer Lernort bietet Schulklassen die Möglichkeit, Kunst hautnah zu erleben. Ein Ausflug ins Wallraf-Richartz-Museum kann nicht nur für den Kunstunterricht eine Bereicherung sein, sondern auch Themen des Geschichts-, Deutsch-, Religions- oder Sozialkundeunterrichts anschaulicher machen.
Hoch
Mit dem Outreachprojekt „Wallraf der Museumsbus“ möchten wir Schülerinnen und Schüler erreichen, die bis jetzt nicht die Gelegenheit hatten, unser Museum zu besuchen und bei ihnen Interesse und Freude an der Beschäftigung mit der Kunst wecken.
„Wallraf der Museumsbus“ fährt ab dem 21. Januar 2008 Schulen in Köln und rund um Köln an und bringt Schulklassen kostenfrei ins Wallraf-Richartz-Museum.
Während der Busfahrt, im Museum selbst und in unserem Werkraum dreht sich alles um die spielerische Begegnung mit Kunst. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ausgewählten Kunstwerken auseinander, lernen das Museum kennen und können eigene kreative Ideen umsetzen.

Unser Angebot gilt für alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 – egal ob Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule oder Förderschule. Wallraf der Museumsbus fährt Schulen in folgenden Gebieten an:
Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Kreis Euskirchen, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis sowie Leverkusen, Bonn und Köln
-
Der Bus
Unser Projektpartner Regionalverkehr Köln GmbH hat dem Wallraf-Richartz-Museum für dieses Projekt zwei Linienbusse zur Verfügung gestellt, die speziell für die Zielgruppe umgestaltet wurden. Wallraf der Museumsbus fällt durch sein farbenfrohes Design auf und verfügt im Inneren über Monitore und ein DVD Gerät. Während der Busfahrt sieht die Klasse einen Einführungsfilm über das Wallraf-Richartz-Museum und wird durch eine Museumspädagogin auf den Museumsbesuch vorbereitet. Auf diese Weise wird für die Schülerinnen und Schüler schon die Fahrt zum Museum zu einem besonderen Erlebnis.
Hoch -
Der Ablauf
„Wallraf der Museumsbus“ holt die Schulklasse und ihre Begleitpersonen gegen 9:00 Uhr an der Schule ab. Schon im Bus haben die Schülerinnen und Schüler durch einen Einführungsfilm und speziell auf ihren Museumsbesuch abgestimmtes Arbeitsmaterial die Möglichkeit, sich einzustimmen und vorzubereiten.
Hoch
Im Museum erwartet die Klasse ein auf ihre Altersgruppe zugeschnittenes ca. zweistündiges Programm. Eine Museumspädagogin begleitet die Schüler und Schülerinnen durch unsere Dauerausstellung und bietet ihnen anschließend die Gelegenheit, im Werkraum das Erlernte kreativ umzusetzen. Durch spielerische Auseinandersetzung mit den Bildern, die eigene praktische Arbeit oder durch einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs kann Kunst so individuell entdeckt werden.
Zusätzlich bieten wir Ihnen Material für die Vor- und Nachbereitung des Museumsbesuches in der Schule.
Das komplette Programm inklusive Hin- und Rückfahrt im Museumsbus ist dank unserer Partner Deutsche Bank Stiftung und Regionalverkehr Köln GmbH für Sie und Ihre Klasse kostenfrei. Medienpartner des Outreach–Projektes ist die Kölnische Rundschau.
-
Zeitplan*
- 09.00 Uhr
- Wallraf der Museumsbus erreicht die Schule.
- 09.15 Uhr
- Die Klasse wird von einer Museumspädagogin begrüßt und bekommt eine kurze Einführung in das Thema des Programms.
- 09.30 Uhr
- Der Bus fährt vom Schulgelände ab. Im Bus sehen die Schülerinnen und Schüler den Einführungsfilm "Tatort Museum - Ein Fall für Kunstkommissar Kunz".
- 10.00 Uhr
- Der Bus erreicht das Wallraf-Richartz-Museum.. Die Klasse steigt aus und bringt Taschen und Jacken in den Werkraum.
- 10.15 Uhr
- Bei einer Führung durch das Museum lernen die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Kunstwerke kennen und setzen sich spielerisch mit ihnen auseinander.
- 11.30 Uhr
- Im Werkraum wird das Thema der Führung kreativ umgesetzt. Je nach Kurs wird gebastelt, gemalt oder Theater gespielt.
- 12.15 Uhr
- Die Klasse besteigt den Bus und wird zur Schule zurückgebracht.
- 13.00 Uhr
- Der Bus erreicht das Schulgelände.
*Kann je nach Entfernung der Schule variieren.
Bitte beachten Sie:
Das Wallraf öffnet um 10 Uhr. Je nach Verkehrslage kann es daher zu einer kurzen Wartezeit außerhalb des Museums kommen.
Essen und Trinken ist im Bus nicht gestattet. Im Museum ist jedoch vor Beginn des Programms Zeit für eine kurze Frühstückspause.
Hoch -
Kurse
Sie können zwischen vier Kursen wählen, die jeweils 2 Stunden dauern. Gerne beraten wir Sie bei der Wahl des Kurses.
Hoch
KURS 1
Spurensuche im Museum
Inhalt
Das Museum als Tatort: Durch das Aufspüren von Details in Gemälden entdecken die Schülerinnen und Schüler die Bildsprache barocker Gemälde spielerisch.
Durch genaues Beobachten wird ein „Mordfall“ auf einem barocken Gemälde gelöst.
Die Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Symbole und ihre Bedeutung kennen und decken versteckte Botschaften auf. Der Blick für‘s Detail und gute Kombinationsgabe sind hier gefragt.
In unserem Atelier experimentieren die Schülerinnen und Schüler selbst mit den gefundenen Symbolen und kreieren ihre eigenen. Die dabei entstehenden „Geheimbotschaften“ werden anschließend in der Gruppe entschlüsselt.
Methoden
Beobachten und Befragen,Anfertigen einer "Tatortskizze", Suchspiel mit Arbeitsblatt, Bilderrätsel mit vorgegebenen Symbolkarten legen und entschlüsseln.
Ziele
Die Kinder üben, genau hinzuschauen und das Beobachtete genau wiederzugeben.
Sie lernen die Ikonographie und Symbolik barocker Kunstwerke kennen und setzen sich mit der Bedeutung von Symbolen in den Kunstwerken und im Alltag auseinander. Die Kinder setzten das Erlernte in eigene Ideen um indem sie eigene Symbole entwickeln und Symbolkarten zu "geheimen" Botschaften und Geschichten kombinieren.
KURS 2
Glückliches Gelb, Gruseliges Grün - Farben und Gefühle
Inhalt
Farben können nicht nur unterschiedliche Stimmungen erzeugen, sondern auch bestimmte Gefühle auslösen. Ebenso lassen sich eigene Emotionen und Gedanken durch Farben beschreiben und ausdrücken. Diese Zusammenhänge entdecken die Schülerinnen und Schüler in diesem Kurs.
Sie vergleichen die Wirkung von Farbe auf Gemälden unterschiedlicher Epochen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den impressionistischen und neoimpressionistischen Gemälden unserer Sammlung.
Die Schülerinnen und Schüler lernen Grundlegendes zur Maltechnik dieser Künstler und erleben, wie Stimmung und Atmosphäre der Bilder durch die Farbwahl beeinflußt werden. Die unterschiedlichen Eigenschaften und Wirkungen von Farben werden mit Hilfe von Farbkarten verglichen.
Im Atelier gestalten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Bilder. Dabei können sie Maltechniken wie das Auftragen der Farben mit dem Schwamm und das Mischen direkt auf dem Malgrund erproben und mit der Wirkung verschiedener Farbtöne experimentieren.
Methoden
Beschreiben und vergleichen mit Hilfe von Farbkarten, verfassen von Farbgedichten, Malen an Staffeleien mit Schwämmen und Farben.
Ziele
Die Kinder verstehen den Einsatz von Farbe zur Wiedergabe von Stimmungen bei den ausgewählten Gemälden. Sie erkennen Unterschiede in der Farbgestaltung bei Gemälden aus verschiedenen Epochen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen Farbe als Medium für Gefühle wahr und setzten das neu Erfahrene bei der Gestaltung eigener Bilder um.
KURS 3 - Augenblick mal!
Blicke, Gesten, Körpersprache: Großes Theater in der Kunst
Inhalt
Szenen ausgewählter Bilder werden von den Kindern mit dem eigenen Körper umgesetzt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Ausdruck und Körpersprache der dargestellten Personen und auf der Beziehung zwischen den Figuren im Bild. Was transportieren Mimik und Gestik, was sagt die Anordnung der dargestellten Personen im Bild über ihre Beziehung zueinander aus?
Beim Nachstellen der Szenen aus ausgewählten Gemälden werden die im Bild dargestellten Situationen und Interaktionen intensiv nachempfunden. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren mit verschiedenen Körperhaltungen und Gesichtsausdrücken. Dadurch kann ein Bild auf eine sehr persönliche Weise erlebt und verstanden werden. Im Atelier werden in Kleingruppen kurze Szenen entwickelt und vorgespielt.
Methoden
Kreatives Schreiben, lebende Skulpturen, Szenisches Spiel.
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch die eigene Körperarbeit, wie Bildaufbau und Körpersprache der dargestellten Figuren Informationen vermitteln.
Sie experimentieren mit ihrer eigenen Gestik und Mimik und erfahren die Wirkung ihrer Körpersprache auf andere. Sie erproben, Inhalte von der nonverbalen auf die verbale Ebene zu transportieren.
NEU! KURS 4
Modetrends auf der Spur
Inhalt
Als Trendscouts machen die Schülerinnen und Schüler eine Zeitreise durch die Modewelt des Mittelalters und des Barocks. Mithilfe kleiner Aufgaben nehmen sie die Unterschiede bei der Bekleidung je nach Geschlecht, Funktion, Stand, Berufsgruppe etc. wahr. Diese Entdeckungen auf mittelalterlichen Altarbildern und barocken Porträts werden dann mit unseren heutigen Modeströmungen und Dresscodesverglichen.
Im Atelier ist dann die eigene Kreativität gefragt. Als Gruppenarbeit entsteht eigene Modekollektion als Collage.
Methoden
"Modeprotokoll" in Kleingruppen, Zeichenaufgabe als Einzelarbeit, Rollenspiel mit Modeaccessoires, Collage.
Ziele
Die Jugendlichen lernen verschiedene Modestile und Bekleidungsformen im Mittelalter und Barock kennen. Sie vergleichen das Beobachtete mit der heutigen Mode und erfahren den Funktionswandel oder Funktionsverlust bestimmter Modeaccessoires. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass Mode immer in einem historischen, sozialen, politischen und religiösen Kontext steht.
-
Buchung

Haben Sie noch Fragen zu unserem Projekt?
Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email.
kontakt@museumsbus.info
Infotelefon: 0221 • 221 2 44 09
Hoch